Untergrombach 2012 von Uli Fischer
Das Turnier in Untergrombach ist mittlerweile zu einer Tradition für uns geworden.
Fünf Frankfurter Schachspieler fanden dieses Jahr den Weg in die badische Provinz. Unterstützt wurde die hessische Delegation von Spielerfrau und Edelfan Sarah-Lisa. Hier die Leistungen unser Spieler im Überblick:
Paul Krzesinski (4S, 1R, 2N, Platz 13 von 60)
Paul musste in der zweiten Runde gegen einen schwächeren Gegner die Waffen strecken. Allerdings gelang es ihm im Anschluss, das Feld von hinten aufzurollen und sich an die vereinsinterne Tabellenspitze zu setzen. Er verfehlte den Rating-Preis nur knapp, seine DWZ bleibt in etwa unverändert.
Uli Fischer (3S, 2R, 2N, Platz 24 von 60)
Mit 0,5 aus 3 erwischte ich einen Stolperstart in das Turnier, den halben Punkte holte ich auch noch gegen einen schwächeren Gegner. Allerdings kehrten Glück und Schachverständnis rechtzeitig zu mir zurück. Am Ende konnte ich mich über ein ordentliches DWZ-Plus von ca. 35 Punkten freuen, den Rating-Preis verfehlte ich nur wegen der schlechteren Buchholz-Wertung.
Hendrik Raab (1S, 3R, 3N, Platz 47 von 60)
Seinen Titel als Remis-König konnte Hendrik in diesem Jahr nicht verteidigen, ein einziges Kurz-Remis war einfach zu wenig. Dennoch war es ein insgesamt ordentliches Turnier für ihn, am Ende stand ein kleines DWZ-Plus. Und dies trotz seines zum großen Teil erneuerten Eröffnungsrepertoires, das er auch noch gegen ausschließlich stärkere Spieler anwenden musste.
Dominik Storch (1S, 3R, 3N, Platz 55 von 60)
Dominik verwöhnte seine Fans wie so häufig mit stark ausbaufähiger Schachkunst. Eine lange Zeit mögliche Niederlage in der siebten Runde hätte sogar den letzten Platz bedeutet, konnte aber noch abgewendet werden. Dominiks Higlight war seine Partie gegen Klaus Schröder. Leider ist er nicht Batman, weswegen die Partie letztlich mit einer Punkteteilung endete. Somit blieb Klaus auch in seiner insgesamt fünften Partie gegen ein FTV-Mitglied unbesiegt.
Uli Euler (3S, 2R, 2N, Platz 35 von 84)
Nicht wirklich zufriedenstellend, nicht wirklich enttäuschend. So lautete das Fazit unseres einzigen Spielers, der sich für das B-Open (bis 1800 DWZ) angemeldet hatte. Gegen die schwächeren Gegner gab Uli nur einen halben Punkt ab, gegen die stärkeren Gegner konnte er leider nur ebensowenig gewinnen. Eine Partie sorgte bei uns für viel Spaß. Angesichts seines Material- und Positionsvorteils konnte er sich sogar den Unsinn erlauben, gegen seinen Gegner gezielt auf ein ersticktes Matt hinzuarbeiten. Diese Partie hätte es verdient, in die Schachgeschichte einzugehen! ;-)
Besondere Erwähnung verdient noch der Dreikönigstag, an dessen Nachmittag das Open wie jedes Jahr pausierte. Dominik und Uli Euler nahmen am Blitzturnier teil. Wegen der starken Konkurrenz war an einer der vorderen Plätze leider nicht zu denken; dennoch schlugen sich unsere beiden Recken beachtlich. Hervorzuheben ist an dieser Stelle besonders Dominiks Sieg gegen IM Klundt. Dieser wollte nach der Partie Dominiks schachliche Überlegenheit leider nicht anerkennen, sondern moserte stattdessen über dessen Eröffnungswahl. „Sie wissen, dass Sie in einer Verlustvariante gewonnen haben!“ Nein, lieber Klaus. Gegen schwache Spieler ist jede Stellung gewonnen! ;-)
Währenddessen unternahmen die übrigen (Sarah-Lisa, Paul, Hendrik und ich) einen Ausflug ins benachbarte Karlsruhe. Nach einem Spaziergang durch den Schlosspark kehrten wir ein in unser alljährliches Stammlokal „Stövchen“, wo leckeres Kräusen-Bier ausgeschenkt wird. Paul und mir verleihte dieser Abend neue Kräfte (jeweils 2,5 Punkte aus den letzten drei Partien), während man dies bei Hendrik angesichts seiner 0,5 Punkte nicht behaupten kann.
Also dann, liebe Schachfreunde in Untergrombach, wir sehen uns nächstes Jahr wieder!
